Anja KampeSängerin (Gast)

Die Sopranistin Anja Kampe begann ihr Studium an der Dresdner Musikhochschule Carl Maria von Weber und beendete dieses am Konservatorium Giuseppe Verdi in Turin. Die wichtigsten Lehrer ihrer künstlerischen Entwicklung waren Hannelore Schlegelmilch, Maestro ...

Die Sopranistin Anja Kampe begann ihr Studium an der Dresdner Musikhochschule Carl Maria von Weber und beendete dieses am Konservatorium Giuseppe Verdi in Turin. Die wichtigsten Lehrer ihrer künstlerischen Entwicklung waren Hannelore Schlegelmilch, Maestro Elio Battaglia und Alessandra Althoff-Pugliese. Sie gewann zahlreiche Wettbewerbe, darunter den Giovanni Battista Viotti Preis von Vercelli und den Publikumspreis beim dritten Internationalen Wettbewerb für Wagner-Stimmen in Saarbrücken. Ihre erste Partie auf der Opernbühne war Gretel in »Hänsel und Gretel« am Teatro Regio in Turin. Zahlreiche Mozart-, Rossini- und Puccini-Partien führten sie nach Italien, Frankreich und Israel. Von 1997 bis 1999 war sie Mitglied der Accademia del Teatro alla Scala. An der Scala sang sie die Marchesa in »Un giorno di regno« und 2002 die Leonora in »Oberto« von Verdi. In dieser Produktion war sie im gleichen Jahr auch am Teatro Carlo Felice in Genua zu hören. Im Sommer 2002 gab sie ihr Deutschland-Debüt in Bayreuth als Freia in »Das Rheingold« und als Gerhilde in »Die Walküre«. 2003 war sie zum ersten Mal als Eva in »Die Meistersinger von Nürnberg« in Essen zu erleben und sang in Washington an der Seite von Plácido Domingo ihre erste Sieglinde. Darauf folgte das Debüt der Anna in »Hans Heiling« im März 2004 in Straßburg.

2004 debütierte Anja Kampe in Antwerpen als Jenůfa, 2005 als Elsa in Triest und bei den Antikenfestspielen in Trier als Odabella in »Attila«. Große Erfolge feierte sie als Senta in der Neuinszenierung »Der fliegende Holländer« in Brüssel sowie 2006 an der Bayerischen Staatsoper München in der Neuinszenierung von Peter Konwitschny. 2006 gab Anja Kampe beim Glyndebourne-Festival ihr Debüt als Leonore in »Fidelio« und sang ihre erste Ariadne am Teatro Real in Madrid. Weitere Debüts folgten: 2007 sang die Künstlerin erstmalig die Senta am New National Theater in Tokio und kehrte für die Partie der Sieglinde nach Washington zurück. Im selben Jahr debütierte sie als Lisa in »Pique Dame« in Antwerpen und sang diese Rolle 2008 in Frankfurt. 2008 folgte Leonore in »Fidelio« in Los Angeles, anschließend war sie als Donna Elvira in »Don Giovanni« unter der musikalischen Leitung von Plácido Domingo in Washington zu hören. Es folgte Leonore in »Fidelio« auf einer Europa-Tournee mit Claudio Abbado. In derselben Partie gastierte sie in Straßburg. Sie sang Giorgetta in »Il tabarro« in Los Angeles. 2009 gab sie die Titelpartie in »Ariadne auf Naxos« an der Bayerischen Staatsoper München und war Sieglinde in der Neuinszenierung von »Die Walküre« in Los Angeles. In der Neuinszenierung von »Der fliegende Holländer« gab sie ihr Debüt am Royal Opera House Covent Garden als Senta und war in dieser Partie in München und in Madrid zu hören. 2009 debütierte sie mit großem Erfolg als Isolde in Glyndebourne. 2010 war sie Carlotta in den Neuproduktionen von Schrekers »Die Gezeichneten« (Regie: Ian Judge, musikalische Leitung: James Conlon) in Los Angeles, Elisabeth in »Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg« (Regie: Claus Guth, musikalische Leitung: Franz Welser-Möst) an der Wiener Staatsoper und Leonore in »Fidelio« (Regie: Calixto Bieito, musikalische Leitung: Daniele Gatti) in München zu hören. 2011 gab sie ihr Rollendebüt als Kundry in Claus Guths Neuproduktion von »Parsifal« am Gran Teatre del Liceu in Barcelona, debütierte an der Staatsoper im Schiller Theater Berlin als Sieglinde in »Die Walküre« unter Leitung von Daniel Barenboim und sang dieselbe Rolle zum ersten Mal an der San Francisco Opera unter der Leitung von Donald Runnicles.
2011 war sie die gefeierte Isolde der Ruhrtriennale unter der Regie von Willy Decker und der musikalischen Leitung von Kirill Petrenko. 2011 sang sie erneut Senta am Royal Opera House Covent Garden mit Jeffrey Tate und Leonore mit Zubin Mehta an der Bayerischen Staatsoper München. Im Frühjahr 2012 war sie Sieglinde in der Neuinszenierung von »Die Walküre« an der Staatsoper München und war in dieser Rolle beim Gastspiel der Münchner Staatsoper in Paris zu erleben. Als Irene gab sie ihr Debüt in »Rienzi« in Madrid und war als Senta das erste Mal an der Hamburgischen Staatsoper zu hören. In München sang sie wieder »Fidelio«. Als Senta war sie in der Neuinszenierung von Andreas Homoki am Opernhaus Zürich im Dezember 2012 und Januar 2013 zu erleben und war im Dezember 2012 mit dieser Produktion in London an der Royal

Albert Hall zu Gast. Anschließend ging diese Produktion an die Mailänder Scala und hatte dort im Februar 2013 Premiere. Nach Stationen in Wien (»Fidelio« und Senta), München (Senta) und Zürich (Senta) verkörperte sie in Bayreuth in der Neuinszenierung von »Der Ring des Nibelungen« in der Regie von Frank Castorf die Sieglinde in »Die Walküre«. Eine Neuinszenierung von »Fidelio« am Opernhaus Zürich folgte zum Jahresende 2013. Nach der Wiederaufnahme von »Der fliegende Holländer« an der Bayerischen Staatsoper München, Konzerten in Köln, Shanghai und bei Les Grands Voix sowie Senta in Zürich, gastierte Anja Kampe im Mai und Juni 2014 als Sieglinde am Liceu in Barcelona, gab in der gleichen Partie ihr Debüt bei den Wagner-Tagen Budapest und kehrt danach als Sieglinde zu den Bayreuther Festspielen zurück.

Pläne für die Spielzeit 2014/15 beinhalten Neuproduktionen von »Fidelio« an der Mailänder Scala, »Parsifal« an der Berliner Staatsoper im Schiller Theater sowie die Wiederaufnahmen von »Fidelio« in Zürich und »Die Walküre« in München.
Anja Kampe hat u. a. mit folgenden Dirigenten gearbeitet: Claudio Abbado, Marc Albrecht, Alain Altinoglu, Daniel Barenboim, Michael Boder, Jesús López Cobos, James Conlon, Sir Mark Elder, Adam Fischer, Daniele Gatti, Valerie Gergiev, Daniel Harding, Vladimir Jurowski, Nicola Luisotti, Zubin Mehta, Riccardo Muti, Kent Nagano, Andris Nelsons, Kazushi Ono, Kirill Petrenko, Josep Pons, Donald Runnicles, Stefan Soltesz, Jeffrey Tate und Franz Welser-Möst.

Foto: Alexander Vasiljev