Alfredo DazaSänger Ensemble

Aufgewachsen im mexikanischen Puebla City, begann Alfredo Daza sein Studium am Puebla State Conservatory of Music. Bereits im Alter von 16 Jahren gewann der junge Bariton den Carlo Morelli Gesangswettbewerb in Mexiko. Daraufhin wurde er eingeladen, am ...

Aufgewachsen im mexikanischen Puebla City, begann Alfredo Daza sein Studium am Puebla State Conservatory of Music. Bereits im Alter von 16 Jahren gewann der junge Bariton den Carlo Morelli Gesangswettbewerb in Mexiko. Daraufhin wurde er eingeladen, am National Conservatory of Music sein Gesangsstudium fortzusetzen. 1997 sang er bereits die Titelrolle des »Don Giovanni« in Mexico City. 1998 trat er das San Francisco Opera Fellowship an. Seitdem entwickelte sich Alfredo Daza zu einem gefragten Opernsänger und wurde sowohl in den USA als auch in Europa zu bedeutenden Debüts eingeladen. Im Herbst 1999 sang Alfredo Daza an der San Francisco Opera den Schaunard in »La bohème« und war mit der gleichen Rolle bei der Canadian Opera Company in Toronto zu hören.

Im Frühling 2000 gab er sein Debüt als Valentin in »Faust« unter der Leitung von Vladimir Jurowski am Teatro Carlo Felice in Genua und als Dandini in »La Cenerentola« am Teatro dell’Opera di Roma. In der darauffolgenden Spielzeit sang der Bariton die Titelrolle des Figaro in Rossinis »Il barbiere di Siviglia« an der Washington Opera, wo er ein Jahr später auch als Marcello in »La bohème« zu erleben war. An der New York City Opera gab er sein Debüt ebenfalls in der Rolle des Marcello in einer Neuproduktion von »La bohème«, die auch im Rahmen der Serie »Live from Lincoln Center« im amerikanischen Fernsehen gesendet wurde. Zusammen mit dem Michigan Opera Theatre trat Alfredo Daza als Guglielmo in »Così fan tutte« auf und ging mit dieser Partie auch auf Japan-Tournee. 2001 kehrte Alfredo Daza für die Wiederaufnahme von »La bohème« zur NYC Opera zurück. An der Los Angeles Opera war er als Ping in »Turandot« zu hören und verkörperte dort im Herbst 2004 die Rolle des Marcello. Am Teatro Giuseppe Verdi in Triest trat er unter der Leitung von Daniel Oren als Lescaut in Massenets »Manon« auf. In Genua folgte sein erster Papageno in »Die Zauberflöte«.

Im Herbst 2002 gab Alfredo Daza unter der Leitung von Antonio Pappano mit dem Schaunard in der Neuproduktion von »La bohème« sein Debüt am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel. Im Frühling 2003 war er erneut in »Die Zauberflöte« in Cagliari zu erleben. Derzeit ist Alfredo Daza Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden. Hier war er in verschiedenen Rollen seines Repertoires zu hören, u. a. als Ping in Doris Dörries »Turandot«-Inszenierung unter der Leitung von Kent Nagano, unter der Leitung von Daniel Barenboim als Fürst Jeletzki in »Pique Dame«, als Lescaut in Massenets »Manon«, als Don Fernando in »Fidelio« (Luzern Festival) und als Andrej Schtschelkalow in »Boris Godunow«. Weiterhin trat er auf als Graf Almaviva (»Le nozze di Figaro«), Belcore (»L’elisir d’amore«), Figaro (»Il barbiere di Siviglia«), Prodoscimo (»Il turco in Italia«), Marcello (»La bohème«), Guglielmo (»Così fan tutte«) und als Sharpless (»Madama Butterfly«). In der Uraufführung von Hans Zenders »Chief Joseph« sang Alfredo Daza 2004/05 die Titelrolle und debütierte in derselben Spielzeit mit der Rolle des Fürsten Jeletzki an der Hamburgischen Staatsoper, wo er 2006 auch als Graf Almaviva zu hören war. Im Februar 2007 gab er sein Kölner Operndebüt in der Rolle des Figaro im »Barbier« und sang Sharpless in »Madama Butterfly« sowie bei der dritten Kölner Operngala zugunsten der Deutschen AIDS-Stiftung.

An der Staatsoper Unter den Linden sang er seine viel beachteten Verdi-Partien, wozu die Rollen des Giorgio Germont in »La traviata« (2006), des Ford in »Falstaff« (2007), des Rodrigo in »Otello«, des Marquis von Posa in »Don Carlo« (2008) und zuletzt die des Renato in »Un ballo in maschera« unter der Leitung von Philippe Jordan (2009) zählen. Als Ford war er auch am Teatro Communale in Bologna unter der Leitung von James Conlon und an der Staatsoper Hamburg unter der Leitung von Simone Young zu sehen. Im Sommer 2009 gab er sein Debüt beim Glyndebourne Festival als Belcore in »L’elisir d’amore« und 2010 als Valentin in »Faust« unter der Leitung von Alain Altinoglu an der Staatsoper Unter den Linden.

Seine CD »Stolen Notes« (mit Verdi-Arien) mit dem Parma Opera Ensemble erschien bei MSM. Bei diesem Label kam im Herbst 2008 auch die CD »Angel & Demon« mit der russischen Sopranistin Anna Samuil und Alfredo Daza heraus. Die Produktion der »Manon« mit Anna Netrebko, Rolando Villazón und Alfredo Daza als Lescaut ist erhältlich auf DVD bei der Deutschen Grammophon, ebenso wie seine Interpretation des Belcore (»L’elisir d’amore«) beim Glyndebourne Festival.