Adriane QueirozSängerin Ensemble

Die brasilianische Sopranistin Adriane Queiroz begann ihre musikalische Ausbildung am Konservatorium und an der Universität im brasilianischen Pará bei Malina Mineva und absolvierte parallel dazu eine Liedausbildung in den USA an der University of Missouri. ...

Die brasilianische Sopranistin Adriane Queiroz begann ihre musikalische Ausbildung am Konservatorium und an der Universität im brasilianischen Pará bei Malina Mineva und absolvierte parallel dazu eine Liedausbildung in den USA an der University of Missouri. Anschließend studierte sie am Konservatorium der Stadt Wien Gesang bei Prof. Helga Wagner und an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in der Klasse von Prof. Walter Moore Lied und Oratorium. In Berlin nimmt die Sopranistin Unterricht bei der Kammersängerin Brigitte Eisenfeld.

Nach zahlreichen Wettbewerbserfolgen gastierte Adriane Queiroz u. a. bei den Wiener Festwochen, beim Kammermusikfestival Stift Rein und an den Theatern in Paz, Belém und São Paulo, Brasilien. Liederabende gestaltete die junge Sopranistin bereits im Teatro da Paz in Belém, im Schönberg Center Wien, im Wiener Bösendorfer Saal, im Musikverein und im Wiener Konzerthaus.

Ihr Wiener Operndebüt gab Adriane Queiroz an der Wiener Volksoper als Antonia in der Produktion »Der Mann von La Mancha«. Gleichfalls an der Volksoper gastierte sie als Giannetta in »L’elisir d’amore« und als Erste Dame in »Die Zauberflöte«. Als Asteria war Adriane Queiroz 2002 an der Neuen Oper Wien unter Hew Rhys James in Händels »Tamerlano« zu hören. Unter Fabio Luisi debütierte sie 2003 bei den Salzburger Festspielen in Strauss’ »Die ägyptische Helena« und gab ihr Operndebüt in ihrer Heimat Brasilien als Micaëla (»Carmen«) in Pará. Im September 2004 sang sie im Wiener Musikverein »Peer Gynt« unter Kristjan Järvi. Eine CD-Einspielung der konzertanten Aufführung im Wiener Musikverein von »Tiefland« mit Adriane Queiroz als Nuri liegt seit 2003 vor (unter Bertrand de Billy, u. a. mit Johan Botha und Falk Struckmann).

2006 sang sie unter Simone Young an der Hamburgischen Staatsoper die Partie der Susanna in »Le nozze di Figaro«, Zerlina in Keith Warners Neuinszenierung des »Don Giovanni« am Theater an der Wien beim Klangbogen Festival unter Bertrand de Billy und Mahlers 8. Sinfonie unter Pierre Boulez in der Berliner Philharmonie. Im Sommer 2008 war sie als Mimi in »La Bohème« beim Festival Internacional de Ópera da Amazônia zu erleben.

Seit der Saison 2002/03 ist Adriane Queiroz festes Ensemblemitglied an der Staatsoper Unter den Linden, wo sie u. a. als Pamina in »Die Zauberflöte«, Micaëla in »Carmen«, Marzelline in »Fidelio«, Liù in »Turandot«, Despina in »Così fan tutte«, Susanna in »Le nozze di Figaro« und Zerlina in »Don Giovanni« zu hören ist. Am Nationaltheater Weimar (Saison 2009/10) feierte sie große Erfolge als Liù (»Turandot«) und in ihrer Debütrolle als Donna Anna in »Don Giovanni«.

Im November 2009 war Adriane Queroz als Yerma in der konzertanten Aufführung von Villa-Lobos’ »Yerma« im Palais des Invalides in Paris und im Teatro São Carlos in Lissabon zu hören. Mit einem amerikanisch-brasilianischen Programm gastierte die Künstlerin im Sommer 2009 in Moskau und Sankt Petersburg mit Semjon Skigin am Klavier.

Im Januar 2010 war sie u. a. als Rosalinde, Hanna Glawari und Marguerite (»Faust«) mit der Philharmonie Porto unter der musikalischen Leitung von Christoph Koenig, mit den Brandenburger Sinfonikern im Konzerthaus Berlin und in Aufführungen von Bachs »Johannespassion« unter der Leitung von Martin Stephan auf Sylt zu hören.

Im Oktober 2010 debütierte Adriane Queiroz als Rosalinde am Staats­theater Stuttgart und im Januar 2011 in derselben Partie an der Semper­oper Dresden.

Foto: (c) Tan Kadam