Orchester des Teatro alla Scala

In der Oper wurden die Orchester lange Zeit vom ersten Konzertmeister geleitet, u.a. von so berühmten Geigern wie Alessandro Rolla und seinem Schüler Eugenio Cavallini. 1854 stand mit Alberto Mazzucato erstmals tatsächlich ein Dirigent am Pult des Orchesters ...

In der Oper wurden die Orchester lange Zeit vom ersten Konzertmeister geleitet, u.a. von so berühmten Geigern wie Alessandro Rolla und seinem Schüler Eugenio Cavallini. 1854 stand mit Alberto Mazzucato erstmals tatsächlich ein Dirigent am Pult des Orchesters der Mailänder Scala und eröffnete damit eine lange Reihe großer Dirigenten an diesem Haus, darunter Franco Faccio (im Unterschied zu Verdi ein Fürsprecher der sinfonischen Orchestermusik), Leopoldo Mugnone, Edoardo Mascheroni und schließlich Arturo Toscanini.

Franco Faccio leitete 1887 die Uraufführung von »Otello« und Edoardo Mascheroni 1893 diejenige von »Falstaff«. Unter Toscanini wurde die Scala schließlich in der Spielzeit 1921/22 von einem Privattheater in eine selbständige Gesellschaft umgewandelt.

Viele große Dirigenten standen in der Folge am Pult der Scala, von Victor de Sabata über Wilhem Furtwängler, Herbert von Karajan, Guido Cantelli und Leonard Bernstein bis hin zu Gianandrea Gavazzeni, Carlo Maria Giulini, Carlos Kleiber, Claudio Abbado, Riccardo Muti und Daniel Barenboim, und verhalfen dem Orchester zu internationalem Ansehen.

Bestehend aus etwa 135 Musikern gilt das Orchester der Mailänder Scala nicht nur als eines der besten Opernorchester, sondern hat sich auch im sinfonischen Bereich eine internationale Spitzenposition erobert. Charakteristisch für das Orchester ist sein homogener, dem Scala-Stil verpflichteter Klang, der von Generation zu Generation weitergegeben wurde. Sein geschmeidiger und flexibler Klang und das am Musiktheater geschulte Reaktionsvermögen sind weitere Charakteristika dieses einzigartigen Orchesters.