Opera Lab Berlin

Das Opera Lab Berlin ist ein Ensemble für zeitgenössisches Musiktheater, das sich als ein Labor der Stimme versteht. Hier wird gefiltert, gekocht und destilliert, zersetzt, erhitzt und vereist, verbunden, kristallisiert und wieder eingeschmolzen – und ...

Das Opera Lab Berlin ist ein Ensemble für zeitgenössisches Musiktheater, das sich als ein Labor der Stimme versteht. Hier wird gefiltert, gekocht und destilliert, zersetzt, erhitzt und vereist, verbunden, kristallisiert und wieder eingeschmolzen – und zwar solange, bis dabei etwas wirklich Neues gefunden wird. Erklärtes Ziel ist es, zu experimentieren und die Ergebnisse auf künstlerisch höchstem Niveau der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Die Gründung des Opera Lab folgte 2013 auf das Projekt »Neue Szenen« an der Deutschen Oper Berlin, bei dem drei zeitgenössische Kurzopern uraufgeführt wurden. Die Kompositionen stammten von Preisträgern eines internationalen Wettbewerbs, ausgeschrieben von der DOB und der Hochschule für Musik Hanns Eisler. Die von der Jury unter Vorsitz von Wolfgang Rihm prämierten Werke wurden dabei gemeinsam mit Regie- und Gesangstudierenden der HfM Hanns Eisler, Bühnenbild- und Kostümstudierenden von UdK und TU Berlin sowie Instrumentalisten der HfM mit großem Erfolg in der Tischlerei der DOB realisiert.

Angesichts des großen künstlerischen Potentials und Enthusiasmus aller Beteiligten kam daraufhin der Wunsch auf, die Arbeit gemeinsam als Opera Lab Berlin fortzusetzen. Inzwischen versammelt die Gruppe zahlreiche junge Künstler und präsentiert seither ihre ersten Eigenproduktionen der Öffentlichkeit.

Künstlerischer Leiter ist der norwegisch-amerikanische Komponist Evan Gardner, dessen Werke bisher u. a. von Klangforum Wien, Ensemble Intercontemporain, Neue Vocalsolisten, Bergen Philharmonic Orchestra, Arditti und JACK Quartet gespielt wurden. Die musikalische Leitung obliegt Manuel Nawri, seit 2008 Professor an der HfM Hanns Eisler Berlin, der regelmäßig mit Klangkörpern wie Ensemble Modern, MusikFabrik, Adapter, Zafraan, Deutsches Sinfonie Orchester oder Basel Sinfonietta arbeitet und bisher über 230 Uraufführungen realisiert hat.

Als Chefregisseure fungieren Eva-Maria Weiss, 2012 mit dem Götz-Friedrich-Regiepreis für eine Arbeit in der Werkstatt der Staatsoper Berlin ausgezeichnet, und Michael Höppner, der zuletzt bei den Bayreuther Festspielen »Tristan und Isolde für Kinder« inszenierte und u.a. am Schauspiel Leipzig und am Burgtheater Wien tätig war.