Kammerensembles

  • Berliner Brahms Trio

    1970 in Weimar gegründet, gab sich das Trio anlässlich des 75. Todestages von Johannes Brahms 1972 den Namen »Brahms-Trio Weimar«. Seit 1987 musiziert das Ensemble unter dem Namen »Berliner Brahms Trio« in der Besetzung Gunther Anger (Klavier), Thorsten Rosenbusch (Violine) und Michael Nellessen (Violoncello). Thorsten Rosenbusch ist 1. Konzertmeister, Michael Nellessen Stellvertretender Solo-Cellist der Staatskapelle Berlin.

    Das Berliner Brahms Trio konzertierte in vielen Musikzentren, bei Musikfestivals im In- und Ausland. Tourneen führten das Ensemble u. a. nach Finnland, in die Schweiz, nach Italien, Frankreich, Syrien, Österreich und Ungarn. Rundfunkaufnahmen und Live-Mitschnitte von Konzerten im In- und Ausland dokumentieren das von der Presse immer wieder bestätigte hohe Niveau des Ensembles.

    Thorsten Rosenbusch, Violine
    Michael Nellessen, Violoncello
    Gunther Anger, Klavier

  • Tilia Quartett

    Namensgeber des Tilia-Quartetts ist sein »Stammsitz«, die Staatsoper Unter den Linden (tilia – Linde). Hier haben sich vier junge Musiker der Staatskapelle Berlin zum Streichquartett zusammengetan:

    Eva Römisch, geboren bei Stuttgart, kam zum Violinstudium bei Uwe-Martin Haiberg und Ulf Wallin nach Berlin. Noch vor dem Konzertexamen wurde sie 2002 Mitglied der Staatskapelle. Nach dem Besuch der Spezialschule für Musik in Berlin und des staatlichen Musikkonservatoriums in Bozen/Italien studierte der Violinist Andreas Jentzsch in seiner Geburtsstadt Berlin bei Joachim Scholz und Michael Mücke und war Preisträger des Wettbewerbs »Musica senza frontiere« (1995). Seit 2002 ist er Mitglied der Staatskapelle. Wolfgang Hinzpeter, gebürtiger Hamburger, studierte in Hannover bei Hatto Beyerle Viola und wechselte nach seinem ersten Engagement an der Rheinoper (Duisburger Sinfoniker) im Jahre 1999 zur Staatskapelle. Daneben ist er seit 1998 Mitglied des Bayreuther Festspielorchesters.

    Ebenfalls eine »Hansestädterin«, wurde die Cellistin Johanna Helm in Bremen geboren. Nach dem Vorstudium bei Ulf Tischbirek in Lübeck schloss sie ihr Studium an der Berliner Universität der Künste bei Jens Peter Maintz ab, sie ist Stipendiatin u. a. der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, der Jütting-Stiftung, der Ad infinitum Foundation und seit 2011 Mitglied der Staatskapelle Berlin.

    In der kurzen Zeit seines Bestehens hat das Tilia-Quartett zahlreiche vielbeachtete Konzerte in Berlin und im Ausland gegeben und wurde zu internationalen Festivals eingeladen. Die »Husumer Nachrichten« lobten »das exzellente Spiel des Tilia-Quartetts«, der »Neue Merker« aus Wien konstatierte gar: »Noch reiner, frischer, ausgeglichener kann man kaum spielen!«

    Eva Römisch, Andreas Jentzsch – Violine (alternierend)
    Wolfgang Hinzpeter - Viola
    Johanna Helm - Violoncello

  • Bläserquintett Staatskapelle Berlin

    Langjährige intensive Zusammenarbeit und persönliche Freundschaft zeichnen das Bläserquintett der Staatskapelle Berlin ebenso aus wie der sehr vitale Musizierstil. In den ersten Jahren nach der Gründung dominierte vor allem das klassische und moderne Bläserquintettrepertoire die Programme des Quintetts. Dabei wurde eine hohe musikalische und klangliche Homogenität erreicht. Die recht bescheidene Auswahl hochwertiger Originalliteratur führte zu dem Wunsch nach Erweiterung: Zunehmend traten nun musikalische Experimentierfreude und variable Besetzungen in den Vordergrund. So kamen je nach Programm etwa Bassklarinette, Klavier oder gar ein weiteres Bläserquintett hinzu. Das Aufbrechen der klassischen Bläserquintettliteratur und das »Neue Hören« bekannter Werke wurden so zum Programm. Dies hat sich seither immer wieder in außergewöhnlichen Projekten und CD-Produktionen niedergeschlagen. Uraufführungen von Auftragskompositionen (u. a. von Detlev Glanert und Frank Raschke) gehören ebenso dazu wie die Erstaufführung zahlreicher Bearbeitungen und nicht zuletzt zunehmend stilistische »Ausflüge« in Grenzbereiche der klassischen Musik. Das Bläserquintett der Staatskapelle Berlin arbeitet gern mit dem ihm in langjähriger Freundschaft verbundenen Kontrabassisten Frithjof Martin Grabner zusammen, ebenso mit der Pianistin Elisaveta Blumina und dem Cellisten David Geringas. Mit ihm wurden Heribert Breuers Bearbeitungen der Cellosonaten von Sergej Prokofjew und Johannes Brahms sowie Franz Schuberts »Arpeggione-Sonate« aufgeführt. Letztere ist auch in einer vielbeachteten CD-Aufnahme für Sony Classics dokumentiert. Eine weitere CD enthält Einspielungen von Bearbeitungen bekannter Werke von Bizet, Dvorák und Ravel. 2011 folgte mit »Jazzy Woodwinds« ein besonderes CD-Projekt mit Musik von Gershwin, Joplin, Augustin Lehfuss, Frank Raschke u. a. Mit ihren Programmen begeistern die Musiker auf internationalen Festivals wie dem Kammermusikfest Lockenhaus ebenso wie auf Tourneen u. a. in die USA, wo sie auch Kammermusikkurse gaben und gemeinsam mit jungen Künstlern musizierten. 
     
    Thomas Beyer, Flöte
    Gregor Witt, Oboe
    Heiner Schindler, Klarinette
    Axel Grüner, Horn 
    Mathias Baier, Fagott

  • Lindenbrass – Das Blechbläserensemble der Staatskapelle Berlin

    Im Orchestergraben wie auf dem Konzertpodium sind sie schon durch ihre Klangstärke präsent: Die Blechbläser und Schlagzeuger der Staatskapelle Berlin lassen mit ihrem besonderen »Sound« viele Opernvorstellungen und Konzerte zum Erlebnis werden. Immer wieder treten sie, in unterschiedlichen Besetzungen, auch eigenständig auf. Zur Einweihung des Neuen Museums im Frühjahr 2010 war dies ebenso der Fall wie anlässlich der Langen Nacht der Opern und Theater. Wiederholt engagieren sich die Musiker bei der Unterstützung wichtiger sozialer Projekte: So wirkten die Blechbläser der Staatskapelle Berlin bei einem Benefizkonzert zugunsten der Erdbebenopfer in Japan in der Gethsemanekirche mit. Zudem gestalteten sie ein Gesprächskonzert für Kinder im Steinhaus Kinder- und Jugendzentrum der Caritas. Im Mai 2011 spielte das Ensemble, das sich den Namen »Lindenbrass« gegeben hat, unter der Leitung von Klaus Schuhwerk erstmals in der Basilika des Bode-Museums.

  • Trio Apollon

    Matthias Glander, Felix Schwartz und Wolfgang Kühnl wurden durch ihre regelmäßige Zusammenarbeit mit Künstlern wie Daniel Barenboim, Yefim Bronfman und Yo-Yo Ma inspiriert, ihren eigenen Klang und ihre eigene Spielkultur zu entwickeln und haben sich zu einem außergewöhnlichen Klaviertrio, dem Trio Apollon, zusammengefunden.  
    Mit Auftritten in der New Yorker Carnegie Hall, der Berliner Philharmonie, in der Suntory Hall Tokyo, in London und Paris eroberten sie die Herzen ihrer Zuhörer.  
     
    Die einmalige, »höchst romantische Zusammenstellung der Instrumente« (Klarinette, Viola und Klavier), wie Robert Schumann sagte, überrascht und bezaubert immer wieder ihr Publikum.  
     
    Das Repertoire des Trio Apollon reicht von der Wiener Klassik über die deutsche Romantik bis hin zur Moderne. Namhafte zeitgenössische Komponisten haben dem Trio Apollon ihre Werke gewidmet. Die bei Warner Classics erschienene CD »Wasserspiele« wurde 2006 mit dem »Echo Classic« als beste Kammermusikeinspielung ausgezeichnet.  
     
    Matthias Glander, Klarinette  
    Felix Schwartz, Viola  
    Wolfgang Kühnl, Klavier

  • Salonorchester »Unter’n Linden«

    Die Mitglieder des Salonorchesters »Unter’n Linden« verbindet die Neugier, altbekannte Juwelen der Kaffeehausmusik für sich zu entdecken, neue Arrangements auszuprobieren und diese in höchster Qualität zu musizieren. Das Repertoire besteht sowohl aus Kompositionen von Albert Lortzing, Paul Lincke, Jaques Offenbach, Johann Strauss, Johannes Brahms und Antonin Dvorak , vor allem aber auch aus Werken vieler liebenswerter Komponisten, deren Namen heute nicht mehr so geläufig sind: Dostal, Rubinstein, Godard, Benatzky ... Guter Tradition folgend arbeitet das Salonorchester „Unter’n Linden“ mit bekannten Sängerinnen und Sängern zusammen.  
     
    Mitglieder des Ensembles sind: Andreas Jentzsch (Violine), Axel Wilczok (Violine), Stanislava Stoykova (Viola), Egbert Schimmelpfennig (Violoncello), Alf Moser (Kontrabass), Christiane Weise (Flöte), Matthias Glander (Klarinette), Andreas Haase (Schlagzeug), Uwe Hilprecht (Klavier und künstlerische Leitung).

  • Salonorchester »Illusion«

    Ursprünglich aus Begeisterung an der Tonfilm-Musik der 20er bis 40er Jahre auf Anregung von Altus Jochen Kowalski 1996 ins Leben gerufen, hat sich das Repertoire des Salonorchesters inzwischen auf alle gängigen Musikepochen und Musikgenres erweitert.  
     
    Durch ihre stilistische und instrumentale Vielseitigkeit und die speziell auf die Besetzung zugeschnittenen einzigartigen und unverwechselbaren Arrangements erzeugen die 7 Musiker des Staatskapelle Berlin und des Orchesters der Komischen Oper die ungeahnte Bandbreite einer »Illusion« zwischen orchestraler Klangfülle und dezenter Barmusik.  
     
    Das Orchester entwickelte sich zu einem gefragten Begleiter zahlreicher namhafter Gesangsolisten der Berliner Opernhäuser. Es ist darüber hinaus aktiv bei der Durchführung von Kinderprogrammen in Zusammenarbeit mit Schauspielern.  
     
    Neben ihrer Konzerttätigkeit in der Komischen Oper Berlin und der Staatsoper Unter den Linden gastierten die Musiker u.a. mehrmals bei den Bad Kissinger Festspielen, dem Rheingau -Musik-Festival, dem Kultursommer Nordhessen, bei der OSZE- bzw. NATO-Tagung in Berlin, beim Berliner Hoffest, der Schaustelle Berlin, dem Kanzlerfest und Lindenball sowie bei der Eröffnung der Neuen Nationalgalerie.  
     
    André Witzmann (Violine)  
    Frank Schäfer (Violine, Gitarre und Akkordeon)  
    Gerold Gnausch (Klarinette und Saxophon)  
    Matthias Wagner (Violoncello)  
    Martin Ulrich (Kontrabass), Lutz Kohl (Klavier)  
    Willi Hilgers (Schlagzeug) 

  • Perkussive Spielvereinigung

    Die Perkussive Spielvereinigung wurde 1996 von Christian Langer und Dominic Oelze gegründet. Beide spielten bereits gemeinsam während ihrer Schulzeit an der Spezialschule für Musik in Halle und studierten auch gemeinsam an der Hochschule für Musik »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig bei den Professoren Karl Mehlig und Stephan Stopora. Darüber hinaus studierte Dominic Oelze bei Prof. Peter Sadlo am Mozarteum in Salzburg. Seit 1999 ist Christian Langer an der Staatskapelle Dresden, Dominic Oelze an der Staatskapelle Berlin engagiert.  
     
    Auch wenn die perkussive spielvereinigung in erster Linie ein Schlagzeug-Duo ist, erweitert es sich je nach Programmkonzept um weitere Musiker, Tänzer, Fotografen oder Bühnenbildner und widmet sich in regelmäßigen Konzerten der Aufführung zeitgenössischer Ensemble- und Sololiteratur sowie dem improvisatorischen Musizieren. Darüber hinaus unterrichten Dominic Oelze und Christian Langer an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« in Dresden.

  • Ensemble Variazione

    Das aus Mitgliedern der Staatskapelle Berlin bestehende Ensemble variazione geht auf eine Gründung der 1980er Jahre zurück. Unter dem Namen »Neue Kammermusikvereinigung Berlin« wurde damals eine Formation ins Leben gerufen, die sich in wechselnden Besetzungen anspruchsvollen Werken der Kammermusik widmete.  
     
    Je nach den Erfordernissen des Repertoires wird dabei ein Stamm aus Streichquintett und Solo-Bläsern um weitere Musiker ergänzt. Die bewusst offene, variierende Besetzung des Ensembles ermöglicht es, kammermusikalische Literatur einer großen Bandbreite einzustudieren und aufzuführen – in nahezu allen Zusammenstellungen von Streichern, Bläsern und Klavier.  
     
    Das Ensemble variazione veranstaltet in der Regel einmal pro Saison ein Kammerkonzert. Hierbei präsentieren die Musiker sowohl Kompositionen der Vorklassik und Klassik als auch Werke aus Romantik und Moderne.

  • Preußens Hofmusik

    Preußens Hofmusik – unter diesem Namen haben sich vor mehreren Jahren Musiker der traditionsreichen Staatskapelle Berlin, die auf eine nahezu 450-jährige Geschichte zurückblicken kann, zusammengefunden. Angeleitet von dem Violinisten Stephan Mai, einem der Gründungsmitglieder der Akademie für Alte Musik Berlin, widmen sie sich vor allem einem Repertoire, wie es zu Zeiten des Preußenkönigs Friedrich II. in Berlin und Potsdam, aber auch in anderen Musikzentren Europas gespielt wurde. Dabei stehen die in den preußischen Residenzstädten ansässigen Komponisten im Mittelpunkt: So etwa die hochbegabten Söhne Johann Sebastian Bachs, Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel, aber auch die Brüder Graun, die mit ihren originellen Werken das Berliner Musikleben um die Mitte des 18. Jahrhunderts wesentlich prägten. Aber auch Sinfonien und Konzerte der Wiener Klassiker Haydn und Mozart sowie Kompositionen der Barockzeit erklingen regelmäßig.  
     
    Preußens Hofmusik musiziert auf modernen Instrumenten in einer an der sogenannten »historischen Aufführungspraxis« orientierten Interpretationsweise. In vier Konzerten pro Spielzeit tritt das variabel besetzte Ensemble im ARoten Rathaus auf. Darüber hinaus spielten die Musiker zur Wiedereröffnung des Berliner Bode-Museums und waren zu Konzerten im Preußischen Landtag sowie im Hotel Adlon zu erleben. Im Sommer 2006 erschien die erste Einspielung bei Berlin Classics mit Werken der Bach-Familie, von Johann Gottlieb Graun sowie Joseph Haydn.