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08. März 2015

Sonderkonzert: Alban Berg I

Daniel Barenboim | Anna Prohaska | Thomas Hampson

Zweifellos gehört Alban Berg zu den interessantesten Komponistenpersönlichkeiten der Musikgeschichte. Dass er sich und sein Werk immer wieder infrage stellte, ist ein biographischer Leitfaden, der sich entscheidend auf sein Schaffen auswirkte. Bereits ...

Zweifellos gehört Alban Berg zu den interessantesten Komponistenpersönlichkeiten der Musikgeschichte. Dass er sich und sein Werk immer wieder infrage stellte, ist ein biographischer Leitfaden, der sich entscheidend auf sein Schaffen auswirkte. Bereits seine frühe Kammermusik und Lieder zeugen von größtmöglicher künstlerischer Vielfalt. Impressionistisch im Gestus zeigen sich seine Drei Orchesterstücke op. 6, komponiert am Vorabend des Ersten Weltkrieges. Bei aller formalen Strenge sind seine Werke immer von einer spürbaren Leidenschaftlichkeit durchdrungen. So ist seine berühmte »Lyrische Suite«, in der er sich erstmals der von Arnold Schönberg entwickelten Zwölftonmethode bediente, zugleich Ausdruck der sehnsuchtsvollen Liebe zu der mit Franz Werfel verheirateten Hanna Fuchs, deren Initialen sich in dem zentralen Intervall »h-f« manifestieren. Sein hochbedeutsames Violinkonzert widmete er »dem Andenken eines Engels«, gemeint war hiermit die im Alter von erst 18 Jahren verstorbenen Tochter von Alma Mahler und Walter Gropius und überschrieb es tiefsinnig mit »Dem Andenken eines Engels«. Aus Anlass des 130. Geburtstages von Alban Berg werden neben zwei Sonderkonzerten in der Philharmonie auch seine beiden wegweisenden Opern »Wozzeck« und »Lulu« wieder im Schiller Theater zu erleben sein.



    ALBAN BERG
    »Sieben frühe Lieder«
    Konzertarie »Der Wein«
    Drei Orchesterstücke op. 6
    Konzerteinführung 45 Minuten vor Beginn

    (Teil des ALBAN-BERG-ZYKLUS)