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06. März 2014

Tosca

Oper von Giacomo Puccini

In dieser Saison verabschiedet sich Carl Rihas »Tosca« von der Bühne der Staatsoper.

Politische Intrige, psychologische Raffinesse und ausweglose Liebeshoffnung: Puccinis Oper zeichnet mitreißend die letzten Stunden im Leben der schönen Sängerin Floria ...

In dieser Saison verabschiedet sich Carl Rihas »Tosca« von der Bühne der Staatsoper.

Politische Intrige, psychologische Raffinesse und ausweglose Liebeshoffnung: Puccinis Oper zeichnet mitreißend die letzten Stunden im Leben der schönen Sängerin Floria Tosca nach. 1976 brachte Carl Riha das Meisterwerk auf die Bühne der Staatsoper Unter den Linden und schuf einen Rahmen, in dem sich das packende Drama und der großartige Gesang ideal entfalten können.

Versäumen Sie nicht die letzte Gelegenheit, Carl Rihas legendäre »Tosca«-Inszenierung von 1976 zu erleben! Wie es mit »Tosca« weitergeht? Sie dürfen gespannt sein …



    In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
    2:50 h | inklusive 2 Pausen
    • Handlung

      ERSTER AKT

      Rom, 17. Juni 1800, Kirche Sant' Andrea della Valle.
      Angelotti, Konsul der ehemaligen Republik Rom, ist dem Staatsgefängnis in der Engelsburg, in dem er seit Zerschlagung der römischen Republik durch die königlich-neapolitanischen Truppen festgehalten wurde, entflohen. In der Kapelle seiner Schwester, der Marchesa Attavanti, findet er vorerst Zuflucht. Mario Cavaradossi malt in der Kirche ein Bild der Maria Magdalena — beobachtet und beargwöhnt von dem Mesner, der den Maler insgeheim als »Ketzer und Hund von Voltairianer« beschimpft. Als Cavaradossi allein ist, kommt Angelotti aus der Kapelle. Der Maler, der das Schicksal des ehemaligen römischen Konsuls kennt, erklärt sich sofort bereit, dem Flüchtling zu helfen. Angelotti muss sich abermals verbergen, als Floria Tosca, die berühmte Sängerin und Geliebte des Malers, Einlass in die Kirche begehrt. Ihre Eifersucht wird erregt, als sie die Ähnlichkeit der von Cavaradossi gemalten Maria Magdalena mit der Marchesa Attavanti entdeckt. (Der Maler hatte die Marchesa porträtiert, als diese in der Kirche ihr Gebet verrichtete.) Nach dem Weggang der Tosca verkünden Kanonenschüsse, dass Angelottis Flucht entdeckt wurde. Cavaradossi verlässt mit dem entflohenen Gefangenen die Kirche, um ihn in seinem Landhaus zu verstecken.
      Nachdem nach Rom die Nachricht gelangte, General Melas habe mit seiner österreichischen Armee bei Marengo Napoleon Bonaparte und seine Truppen geschlagen, wird zur Feier dieses Ereignisses ein Te deum vorbereitet. In das ausgelassene Treiben der Kapellsänger kommt plötzlich Scarpia, der gefürchtete Polizeichef. Aus verschiedenen Indizien schließt er, dass Angelotti in der Kirche war und, dass der ihm und seiner Geheimpolizei als verdächtiger Freigeist bekannte Maler Cavaradossi ihm bei der Flucht geholfen habe. Mit Hilfe eines von seinen Häschern gefundenen Fächers der Attavanti gelingt es ihm, die Eifersucht der nochmals in die Kirche zurückgekehrten Tosca neu zu entfachen. Tosca eilt wütend in das (der Polizei bisher unbekannte) Landhaus Cavaradossis. Scarpia befiehlt seinen Agenten ihr zu folgen.

      ZWEITER AKT
      Zimmer des Polizeichefs im Palazzo Farnese.
      Scarpia wartet auf seine Häscher, die ihm den geflohenen Angelotti sowie Cavaradossi als Gefangene bringen sollen. Tosca will er durch Erpressung seinen sexuellen Wünschen gefügig machen. Spoletta erscheint zum Rapport. Angelotti konnte er nicht finden, aber Cavaradossi wurde verhaftet. Als der Maler vorgeführt wird, erklingt aus dem nahe gelegenen Saal der Königin in einer Kantate anlässlich des Sieges der Österreicher die Stimme Toscas. Cavaradossi leugnet jede Beteiligung an der Flucht Angelottis. Er wird zum Verhör abgeführt. Durch die Folter soll ein Geständnis von ihm erzwungen werden. Während Marios Schmerzensschreie zu vernehmen sind, setzt Scarpia Tosca einem schrecklichen Psychoterror aus. Um den Geliebten zu retten, verrät sie das Versteck Angelottis. Als der von der Folter befreite Cavaradossi die erst jetzt eintreffende Nachricht vernimmt — nicht Melas, sondern Bonaparte habe bei Marengo gesiegt — kann er seinen Triumph nicht verbergen. Scarpia ordnet seine Hinrichtung an. Nur wenn Tosca sich ihm hingibt, will er Cavaradossi das Leben schenken. Angesichts des unmittelbar bevorstehenden Todes ihres Geliebten, gibt Tosca schließlich ihre Einwilligung zu erkennen. Scarpia versichert ihr, Cavaradossi solle nicht gehängt, sondern am nächsten Morgen erschossen werden — jedoch nur zum Schein! Er stellt ihr einen Passierschein aus, der ihr zusammen mit dem Geliebten angeblich die Flucht ermöglichen werde. Als er sich Tosca nähert, ersticht sie ihn.

      DRITTER AKT
      In der Engelsburg. Früher Morgen.
      Cavaradossi wird vor seiner Hinrichtung einem Schließer übergeben. Seine Gedanken gehen zu den glücklichen Stunden mit der Geliebten zurück. Da erscheint Tosca. Sie berichtet von dem Vorgefallenen. Ihre Freude über die bevorstehende Befreiung vermag Cavaradossi nicht zu teilen, da er die Praktiken Scarpias besser kennt als die Sängerin und daher ahnt, dass die angebliche Scheinhinrichtung nur ein Täuschungsmanöver ist. Tosca aber betrachtet die bevorstehende Erschießung als eine Art Theatervorstellung und gibt daher dem Geliebten Anweisungen, wie er am glaubhaftesten hinzufallen habe. Das Erschießungskommando nimmt Aufstellung und vollzieht die Exekution. Jetzt erst, angesichts des Toten, erkennt Tosca, dass sie von Scarpia betrogen wurde. Inzwischen wurde die Tötung des Polizeichefs entdeckt. Durch einen Sprung von den Zinnen der Engelsburg entzieht sich Tosca ihren Verfolgern.