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08. März 2014

Moskau Tscherjomuschki

Musikalische Komödie von Dmitri Schostakowitsch

Junge Menschen auf der Suche nach Wohnraum, aber – die besten Fische sind geangelt. Die 1959 uraufgeführte »Sowjet-Operette« »Moskau Tscherjomuschki« bezieht sich direkt auf eine Partei- Kampagne, bei der sowjetische Großstädte durch die Umsiedlung von ...

Junge Menschen auf der Suche nach Wohnraum, aber – die besten Fische sind geangelt. Die 1959 uraufgeführte »Sowjet-Operette« »Moskau Tscherjomuschki« bezieht sich direkt auf eine Partei- Kampagne, bei der sowjetische Großstädte durch die Umsiedlung von Bewohnern aus stark bevölkerten Stadtteilen in neue Hochhaussiedlungen am Stadtrand umstrukturiert wurden. Die witzige Inszenierung des Faust-Preisträgers Neco Çelik gewinnt ihren Charme durch die Einbeziehung eines partizipativen Projekts mit russisch-deutschen Jugendlichen aus Charlottenburg und dem Jugendklub der Staatsoper (Charlottengrad). Sie thematisiert die Alltagsprobleme einer »Übergangsgesellschaft «, wie wir sie derzeit auch in Deutschland erleben.

Dmitri Schostakowitsch bedient sich für diese Sozialsatire in der Unterhaltungsmusik seiner Zeit (Schlager, Operette, Filmmusik und amerikanisches Musical), parodiert traditionelle russische Musik und Kompositionen seiner musikalischen Ahnen (Glinka, Borodin, Tschaikowsky) und verarbeitet alles zu einer witzigen musikalischen Komödie mit einem Hauch von Romantik.



    In deutscher Sprache
    ca. 2:30 h | inklusive 1 Pause | ab 14 Jahren
    Die Kinder- und Jugendoper wird gefördert durch BMW.
    Diese Produktion wurde ermöglicht durch die Allianz Kulturstiftung.
    Die Wiederaufnahme wird unterstützt von der Britta-Lohan-Gedächtnisstiftung.
    • Handlung

      Prolog
      Die Protagonisten des Stückes treten auf: Der Chor der Bauarbeiter und Mieter von Tscherjomuschki; Ljusja, die gerade Probleme mit ihrem Freund Sergej hat; Sergej, der Chauffeur des Funktionärs Drebednjow; Boris, Sergejs Jugendfreund, den dieser seit vielen Jahren nicht gesehen hat; Drebednjow mit seiner jungen Frau Wawa und seinem Helfershelfer Barabaschkin; schließlich Baburow, der sich um die Zukunft sorgt.

      1. Bild
      Sascha und Lido führen eine Besuchergruppe durch eine Ausstellung zur Geschichte Moskaus. Mascha sucht die Nähe zu ihrem Mann Sascha – da sie bislang keine gemeinsame Wohnung haben, sind sie gezwungen, sich an allen möglichen Orten zu treffen, so auch im Museum. Boris ist ganz begeistert von Lido. Ihr Vater Baburow berichtet davon, dass ihr altes Haus unbewohnbar geworden ist. Sascha, sein Nachbar, freut sich darüber. Sergej bringt die Nachricht, dass sowohl den Bubenzows als auch den Baburows Neubauwohnungen im Vorort Tscherjomuschki zugewiesen wurden. Boris überredet Sergej, mit dem Dienstwagen Drebednjows dorthin zu fahren – zu sechst machen sie sich auf den Weg. Unterdessen warten Drebednjow und Wawa auf Sergej, der sie eigentlich mit diesem Auto abholen sollte. Sie geraten in Streit. Inzwischen ist die Fahrgemeinschaft in Tscherjomuschki angelangt.

      2. Bild
      Auf einem Platz inmitten der Neubausiedlung treffen sich Bauarbeiter und Mieter. Sergej und Baburow erinnern an ihre bisherigen Wohnorte, den »Marienhain« und die »Warme Nebengasse«, bevor Ljusja ein Loblied auf Tscherjomuschki anstimmt. Der Hauswart Barabaschkin beginnt, die Schlüssel an die neuen Bewohner zu verteilen, wird aber von Drebednjow angewiesen, diesen Vorgang noch etwas zu verzögern. Boris hat seine alte Jugendliebe Wawa auf die Idee gebracht, vier Zimmer statt der üblichen zwei für sich in Anspruch zu nehmen.

      3. Bild
      Mit einem Kran hat Boris Lido in die für sie und ihren Vater bestimmte Wohnung bugsiert. Er wirbt um ihre Sympathie und Liebe, sie aber weist ihn zurück. Ljusja tut sich schwer, sich mit Sergej zu versöhnen. Barabaschkin hat auf Befehl Drebednjows die Trennwand zur Nachbarwohnung durchbrochen, um ihm und Wawa die gewünschten vier Zimmer zu geben. Lido und ihr Vater haben das Nachsehen: Die ihnen zustehende Wohnung existiert nicht mehr.

      4. Bild
      Mascha und Sascha sind dabei, sich in ihrer neuen Wohnung einzurichten. Nach und nach kommen ihre Nachbarn und andere Mieter von Tscherjomuschki hinzu, um die Einweihung zu feiern. Als sie von den Aktionen Drebednjows erfahren, beschließen sie, den obdachlosen Baburows zu helfen. Boris zeigt Lido in einem phantastischen, surrealen Spiel die Übergabe des Schlüssels zu ihrer Wohnung.

      5. Bild
      Lido fühlt sich allein und unverstanden. Die Bewohner Tscherjomuschkis haben einen Zaubergarten angelegt, der nicht zuletzt auch Lido gegen die Willkür der Bürokraten stärken soll. Mit Hilfe eines Springbrunnens, der leeres Geschwätz verstummen lässt, und einer Bank, auf der jeder die Wahrheit sagt, werden die üblen Machenschaften Drebednjows und Barabaschkins aufgedeckt. Ljusja und Sergej finden wieder zueinander – und vielleicht auch Lido und Boris?

    • Aus dem Programmbuch

      Aus dem Programmheft
      von Bettina Böhme

      Wenige Jahre nach Stalins Tod und Chruschtschows Rede, in der er mit dem Stalin-Terror abrechnete, liefern Wladimir Mass und Michail Tscherwinski mit ihrem Libretto eine bissige Satire auf die sowjetische Gesellschaft der Nachkriegszeit und reihen sich damit ein in die Tradition der russischen Absurde. Andeutungen und Bezüge sorgen für Wiedererkennungseffekte und die Verwendung von Jargon und Umgangssprache im russischen Original erzeugt »proletarische« Alltagsnähe, ein Effekt, der manch einem ungewohnt und geschmacklos erschien, wie sich Schostakowitschs langjähriger Freund Isaak Glikman erinnert.

      Glikman zufolge nahm Schostakowitsch den Kompositionsauftrag zu »Moskau Tscherjomuschki« vor allem auf Drängen des Chefdirigenten des Moskauer Operettentheaters, Grigori Stoljarow, an, dem er sich aus Zeiten der gemeinsamen Inszenierung der »Lady Macbeth von Mzensk« verbunden fühlte. »Moskau Tscherjomuschki« blieb Schostakowitschs einziger Ausflug ins Operettengenre. Es war wohl auch das zeitkritische Libretto, das Schostakowitschs Interesse weckte, denn als Abgeordnetem des Obersten Sowjets der UdSSR waren ihm Klagen von Bürgern über die Wohnungsnot sehr vertraut.

      Tscherjomuschki steht sinnbildhaft für Chruschtschows Wohnungsbauprogramm. Tatsächlich war die Wohnungsnot ein großes Problem und wenn Mascha und Sascha in der Traumsequenz das eigene Bad, die eigene Küche und die eigene Klingel betonen, zeigt dies, dass der Normalzustand – auch für die Mehrheit im Publikum – immer noch die Kommunalwohnung war, in der man all dies mit den Nachbarn teilen musste. Und die Szene, in der sich Kurotschkin und Mylkin als neue Nachbarn von früher her bekannt vorkommen, verweist augenzwinkernd auf die Zustände in den Kommunalwohnungen: Der Volksrichter hatte Mylkin zu 15 Tagen Arrest verurteilt, weil dieser seine Kommunalwohnungs-Nachbarin verprügelt hatte. Satiren zu diesem Thema waren in der Sowjetunion geradezu Folklore, mit der man mit Galgenhumor nahm, was sich ohnehin nicht ändern ließ.

      Chruschtschows Modernisierungskonzept ging aber noch viel weiter. Und so nehmen die Autoren den allgegenwärtigen Fortschrittsglauben und Optimismus, mit dem die Modernisierung des Landes vorangetrieben wurde, auf’s Korn und zeigen eine Welt, in der alles ums Materielle kreist. Boris berichtet von seinen lukrativen Arbeitseinsätzen im Norden, wo »Flüsse umgeleitet, die Wüste von innen nach außen gekehrt und ganze Berge dem Erdboden gleichgemacht« wurden. Tatsächlich gab es Modernisierungspläne, für die man gewaltige Eingriffe in die Natur plante und die von einem ungebrochenen Machbarkeitswahn zeugten. Zum Glück wurden diese Pläne nur zum Teil umgesetzt, und die traurigen Folgen sind heute, beispielsweise am Aralsee, zu besichtigen.

      Die Absolutheit, mit der das Neue geschaffen und das Alte weggefegt wurde, stieß nicht nur auf Begeisterung. Davon zeugen die Arien, die mit einer gewissen Wehmut Orte des alten Moskau beschwören wie »Mar’ina roschtscha« (Marienhain) oder »Tjoplyj pereulok« (Warme Nebengasse). Marienhain ist ein alter Moskauer Bezirk, der bis heute existiert und die Warme Nebengasse war eine Straße im Moskauer Zentrum, deren Name aus dem 18. Jahrhundert stammte und auf die damals dort befindlichen Dampfbäder zurückging. Sie wurde erst 1965 in Ulica Timura Frunze umbenannt. Timur Frunze kämpfte während des Bürgerkriegs 1918 für die roten Truppen und war ein Held der Sowjetunion. Manch einer der Zuschauer mag das Gefühl der Zerrissenheit geteilt haben zwischen dem Wunsch nach Modernisierung und besseren Lebensbedingungen und dem Bedürfnis, traditionelle Wurzeln zu bewahren.

      Die in »Moskau Tscherjomuschki« gezeigten Charaktere gleichen Stereotypen, die jedem Sowjetbürger nur zu gut vertraut waren: Der phrasendreschende Funktionär, seine berechnende Frau, der zynische und schlitzohrige Hausverwalter, aufdringliche, neidische Nachbarn. Lido und ihr kauziger Vater – Vertreter einer längst vergangenen Zeit – stehen dieser Umwelt hilflos gegenüber. Anders Boris, der sich in dem System bestens zurecht und immer seinen Vorteil findet. In »Moskau Tscherjomuschki« wird ein Menschenbild gezeichnet, das Alexander Zinowjew später als »Homo Sowjetikus« bezeichnen sollte und das in krassem Gegensatz zu dem offiziell propagierten »Neuen Menschen« stand, den die sozialistische Gesellschaft hervorbringen sollte.

      Bei aller Fröhlichkeit lassen sich bisweilen Abgründe und die immer noch präsente Erinnerung an nicht allzu lang Vergangenes erahnen. Wenn Mascha von der nächtlichen Klingel singt und davon, dass sie die Klingel immer »irgendwie in Aufregung« versetzt, kann dies durchaus als Anspielung auf die Verhaftungswellen des Stalin-Terrors verstanden werden, für die das nächtliche Schrillen der Klingel ein trauriges Symbol geworden war. Und wenn die Geschichte am Ende nur dank eines Zaubergartens und einer magischen Bank gut ausgeht, fällen die Autoren damit ein vernichtendes Urteil über real existierende Lösungs- und Gestaltungsmöglichkeiten in der realsozialistischen Welt.

      Aus dem Programmheft
      von Detlef Giese

      Wer aus dem Zentrum Moskaus Richtung südsüdwest fährt, gelangt nach etlichen Kilometern in eine Neubausiedlung. Früher lag hier ein altes Dorf – der Name »Tscherjomuschki« (Faulbeerbäumchen bzw. Traubenkirsche) erinnert daran. Der dörfliche Charakter verschwand durch die in den 1950er Jahren errichteten vier- bis achtgeschossigen Häusern, im Gegensatz zu anderen Neubauquartieren am Rande der Stadt behielt das Areal durch seine eher luftige Bebauung und seine ausgedehnten Grünanlagen einen gewissen Charme. Die Moskauer zogen gern hierher, gab es hier doch vergleichsweise hochwertigen Wohnraum und eine Infrastruktur, die ganz wesentlich zur Lebensqualität beitrug. In Tscherjomuschki konnte man sich durchaus wohlfühlen.

      Viele der neuen Bewohner kamen aus den maroden Innenstadtvierteln mit ihren engen, stickigen Gassen und oft wenig menschenwürdigen Behausungen. Dem seit den 20er Jahren, als Moskau zur Hauptstadt der neu gegründeten Sowjetunion wurde, beständig anhaltenden Bevölkerungswachstum musste wirkungsvoll begegnet werden. Immer weiter schob sich die Metropole ins Umland hinein, entlang breiter Ausfallstraßen. Dominierten ab den 30er Jahren, als der Diktator Stalin einen ersten Generalplan zur Entwicklung Moskaus durchgesetzt hatte, opulente, mit reichem Fassadenwerk ausgestattete Bauten im sogenannten »Zuckerbäckerstil«, so änderten sich um die Mitte der 50er Jahre die Erscheinungsformen. Weitgehend schmucklose Häuser in Blockbauweise wurden nun bestimmend – mit dem Effekt, dass in deutlich kürzerer Zeit als bisher Wohnraum geschaffen werden konnte. Für viele Familien erfüllte sich damit der Traum von einer eigenen Wohnung, war es doch weit verbreitet, gemeinsam mit anderen Personen in Gemeinschaftsunterkünften (den »Kommunalkas«) zu leben, zwar mit abgetrenntem Zimmer, aber ohne eigene Küche oder eigenes Bad. Wer eine Neubauwohnung – die trotz begrenzter Wohnfläche, dünner Wände und nicht immer optimaler Verarbeitung doch über einen gewissen Komfort verfügte – zugewiesen bekam, konnte sich glücklich schätzen. Und die Meisten nahmen es auch in Kauf, nicht mehr im Zentrum zu wohnen, sondern an die Peripherie zu ziehen – wie zum Beispiel nach Tscherjomuschki.

      Treibende Kraft hinter den forcierten Bemühungen, den Wohnungsbau voranzutreiben, war Nikita Chruschtschow, der sich nach dem Tod Stalins als neuer Machthaber im Kreml etabliert hatte. Auf ihn geht die Neuausrichtung der Architektur zurück, er initiierte auch die Errichtung großräumiger Siedlungen mit Hilfe von vorfabrizierten Bauelementen. Eigentlich waren diese oft sehr hastig hochgezogenen Quartiere nur für eine Übergangszeit von 20 bis 30 Jahren gedacht, um dann durch andere, qualitativ bessere Bauten ersetzt zu werden – allein, Provisorien erweisen sich oft genug als sehr langlebig, so auch hier.

      Mit Chruschtschow verbunden ist auch ein Kapitel, das unter dem Begriff »Tauwetter« in die sowjetische Geschichte eingegangen ist. In diesen wenigen Jahren – die von der berühmten Geheimrede 1956, in der Chruschtschow mit den Verbrechen Stalins abrechnete, bis zum Amtsantritt des neuen Staats- und Parteichefs Leonid Breschnew 1964 reichten –, konnten Künstler, Journalisten und Intellektuelle einigermaßen frei agieren, konnten gesellschaftliche Fehlentwicklungen kritisieren und internationale (auch westliche) Kontakte pflegen: alles jedoch im Rahmen der sozialistischen Doktrin und ohne das herrschende System selbst anzutasten.

      Dmitri Schostakowitsch, der in den 30er und 40er Jahren wiederholt in die Schusslinie der dogmatischen Stalin’schen Kulturfunktionäre geraten war, genoss diese neue Offenheit. Satire, Ironie und Parodie zählten zu seinen Stärken – nun konnte er sie in seinen Werken mehr denn je ausspielen. Es dürfte kein Zufall sein, dass er sich in der besagten »Tauwetter«-Phase einer Operette zuwendet, zum ersten und einzigen Mal. Gemeinsam mit seinen Librettisten Wladimir Mass und Michail Tscherwinski, zwei bekannten sowjetischen Humoristen, entwarf er eine musikalische Komödie, die das Alltagsleben von Moskauer Bürgern reflektierte und zugleich auf tagespolitische Aktualität setzte.

      »Moskau Tscherjomuschki« nimmt die Umsiedlung von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Generationen in den Blick. Ihre Wünsche und Hoffnungen werden ebenso artikuliert wie ihre Unsicherheiten und Ängste angesichts der neuen Lebenssituation, hinzu kommen Verwicklungen in Gestalt von Liebes- und Machtspielen. Schostakowitsch hat für das alles eine von Lebendigkeit und Witz nur so sprühende, punktgenau gesetzte Musik geschrieben. Heraus kam ein origineller Stilmix, wie er für die »Sowjet-Operette« der Zeit typisch ist: Anleihen aus der reichen russischen Musiktradition (etwa aus Werken von Glinka, Borodin oder Tschaikowsky) lassen sich ebenso finden wie Anklänge an sowjetische Massen- und Propagandalieder, an Jazz, Promenaden- und Unterhaltungsmusik sowie Broadway-Musicals. Und nicht zuletzt zitiert Schostakowitsch eine ganze Reihe seiner eigenen Werke, spielt augenzwinkernd mit Verweisen und verschlüsselten Botschaften.

      »Moskau Tscherjomuschki« hat über das Theater hinaus Popularität gewonnen: Zu Beginn der 60er Jahre arrangierte Schostakowitsch aus der Operetten-Partitur eine Filmmusik, der dazugehörige Streifen lief viele Jahre zu Silvester im sowjetischen Fernsehen. Die eigentümliche Mischung von Utopie und Nostalgie, von demonstrativem Optimismus und hintergründiger Kritik daran, macht den Reiz dieses Werkes aus – einer Komödie voller Doppelbödigkeiten, die von der »Tauwetter«-Zeit und ihren Menschen erzählt.

    • Pressestimmen

      »Über die begrüßenswerte Stadtpädagogik hinaus ist es auch musikalisch wichtig, ‚Moskau – Tscherjomuschki’ wieder auf die Bühne zu bringen, damit sich das Klischee von Schostakowitsch als dem Schmerzensmann unter Stalins Knute nicht verfestigt.«
      (FAZ, 7.5.2012)

      »Die jungen Sänger des Projekts ‚Charlottengrad’ sind der Motor und das Glück dieser Produktion. Dieser Projektchor ist eine Wucht.«
      (RBB Kulturradio, 3.5.2012)

      »Ein ganz und gar großartiger Projektkinderchor namens Charlottengrad streute in Schostakowitschs Plattenbau-Operette ‚Moskau Tscherjomuschki’ Konfetti, ließ Seifenblasen schweben und sang famos im Mao-Blaumann. Endlich wurde eine Berliner Repertoirelücke geschlossen.«
      (Die Welt, 7.5.2012)

      »Ralf Böhmes Arrangement der Partitur für Bläser-Combo (und zwei tapfere Streicher) passt gut zur ‚Moskau Tscherjomuschki’-Aufführung der ‚Jungen Staatsoper’ in der Werkstatt des Schillertheaters, weil sie einerseits verdichtet und gleichzeitig wie improvisiert klingt.«
      (Der Tagesspiegel, 5.5.2012)

      »Ursula Stigloher steht am Pult einer kleinen, vorzüglich aus lautstarken Bläsern zusammen­gequetschten Kapelle. Adriane Queiroz setzt sich mühelos an die Spitze der hörenswert besetzten Singpartien.«
      (Berliner Morgenpost, 4.5.2012)

      »Maria, Philipp und all die anderen Jugendlichen mischen sich im heiteren Dreivierteltakt von Schostakowitsch souverän und gesanglich stark unter die Solisten. Profis und Laien kommen am Premierenabend zu einem gelungenen Ganzen zusammen. Ein Abend für Jugendliche, aber auch für Erwachsene.«
      (RBB Inforadio, 3.5.2012)