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30. Juni 2014

Macbeth

Tre atti senza nome von Salvatore Sciarrino

Im Fokus des diesjährigen Festivals für Neues Musiktheater INFEKTION! steht der aus Palermo stammende Komponist Salvatore Sciarrino, der als Autodidakt bereits in den 1960er Jahren eine unverwechselbare Klangästhetik, jenseits serieller Denkmuster entwickelte ...

Im Fokus des diesjährigen Festivals für Neues Musiktheater INFEKTION! steht der aus Palermo stammende Komponist Salvatore Sciarrino, der als Autodidakt bereits in den 1960er Jahren eine unverwechselbare Klangästhetik, jenseits serieller Denkmuster entwickelte und zu den bedeutendsten Vertretern der Neuen Musik gehört. Seine 2002 uraufgeführte Kammeroper Macbeth bezeichnete er schlicht als »Drei namenlose Akte«. Nach der Dramenvorlage William Shakespeares, geht es hierin um das Prinzip der Wiederkehr des Immergleichen, des Bösen und der Gewalt. Ein doppelter Sinn ergibt sich auf musikalischer Seite, da Sciarrino sich in seinem »Macbeth« ganz bewusst mit den »klassischen« Vorbildern auseinandersetzt, die er, wie der Komponist selbst es formuliert, als An- oder Abknüpfungspunkt, immer brauche. »So werfen die Gräber der Musik wieder Mozart und Verdi aus«, kommentiert Sciarrino die auftauchenden Zitate aus den Opern »Don Giovanni«, »Macbeth« und »Un ballo in maschera«.

Ein wahres Highlight bietet bereits die Wahl des Aufführungsortes: Jürgen Flimm wird dieses Werk im ehemaligen Orchesterprobensaal der sich derzeit in Sanierung befindlichen Staatsoper Unter den Linden inszenieren.



    OPERALAB Berlin
    In italienischer Sprache
    voraussichtlich 2:00 h | keine Pause
    ADRESSE
    Baustelle der Staatsoper unter den Linden
    Orchesterprobensaal
    Unter den Linden 7
    10117 Berlin

    HINWEIS
    Der Eingang zum Orchesterprobensaal befindet sich über den Baustellenzugang Unter den Linden 3-5/Oberwallstraße zwischen dem Kronprinzen- und dem Kronprinzessinenpalais.

    Der Zugang ist nicht barrierefrei.

    Um festes Schuhwerk wird gebeten.