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18. Dezember 2013

Der fliegende Holländer

Romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner

Eine stürmische Seereise nach Riga und die »Memoiren des Herrn von Schnabelewopski« von Heinrich Heine inspirierten den 28-jährigen Richard Wagner zu einer seiner orchestral farbenreichsten Opern. Mit der Inszenierung von »Der fliegende Holländer« folgt nach »Orpheus in der Unterwelt« Philipp Stölzls zweite Regiearbeit an der Berliner Staatsoper.

Eine stürmische Seereise nach Riga und die »Memoiren des Herrn von Schnabelewopski« von Heinrich Heine inspirierten den 28-jährigen Richard Wagner zu einer seiner orchestral farbenreichsten Opern. Mit der Inszenierung von »Der fliegende Holländer« folgt nach »Orpheus in der Unterwelt« Philipp Stölzls zweite Regiearbeit an der Berliner Staatsoper.


2:15 h | keine Pause
Eine Produktion des Theater Basel.
  • Handlung

    1. AKT
    Das Schiff des norwegischen Kaufmanns Daland ist kurz vor Erreichen des Heimathafens in einen heftigen Sturm geraten und geht daher in einer nahe gelegenen Bucht vor Anker. Man beschließt, das Unwetter abzuwarten und sich zur Ruhe zu begeben. Nur der Steuermann soll Wache schieben. Doch auch dieser nickt ein. Unterdessen nähert sich ein zweites, unheimliches Schiff: das Schiff des fliegenden Holländers. Der Holländer wirbt um die Hand von Dalands Tochter Senta. Daland, beeindruckt von den reichen Schätzen des Holländers, willigt ein.

    2. AKT
    Zuhause erwarten die geschäftigen Frauen die Ankunft der Männer. Senta bittet Mary vom »Fliegenden Holländer« zu erzählen. Erik, Sentas Verlobter, kommt und berichtet von der Ankunft des Schiffes. Erik drängt Senta, den Vater um die Zustimmung zu ihrer Hochzeit zu bitten. Senta weist ihn ab. Zur Warnung erzählt Erik ihr seinen Traum, in welchem er Senta und einen unheimlichen Seemann gemeinsam im Meer versinken sah. Der Vater stellt Senta den fremden Mann vor, dessen Frau sie werden soll.

    3. AKT
    Die Seeleute rüsten zum Hochzeitsfest. Erik erinnert Senta noch einmal, sich ihrer früheren Vertrautheit und Liebe zu entsinnen – und dass sie ihm Treue gelobt habe, was Senta erschrocken leugnet. Der Holländer ist Zeuge dieses Gesprächs und glaubt nicht mehr an Sentas Treueschwur. Ohne ihr die Chance einer Erklärung zu geben, wendet sich der Holländer zur Abreise. Senta folgt ihm in den Tod.

  • Pressestimmen

    »Philipp Stölzl kann erzählen… und (zeigt) ein starkes Wagner-Bild: Senta vergräbt sich in der viktorianisch-bürgerlichen Bibliothek in einen dicken Folianten und erträumt sich die Figur des nach Erlösung barmenden Seemanns, den Michael Volle mit rauer Expressivität herausschleudert. Ihm vokal fast ebenbürtig: Emma Vetter mit scharf aufflammendem Sopran.« (Süddeutsche Zeitung, 2. Mai 2013)

    »Diese Inszenierung ist so bilderstark, so raffiniert gebaut, so wunderbar von Chor und Solisten ausgespielt, dass das Publikum im Schiller-Theater regelmäßig ins Staunen kommt. Dirigent Daniel Harding wuchtet im Orchestergraben die ganz großen Gefühlswallungen auf. Die Staatskapelle lässt es brodeln und knallen. Ein mörderisches Psychodrama.« (Berliner Morgenpost, 30. April 2013)

    »Michael Volle als Sänger von großartiger Präsenz verführt nicht durch Schmelz, sondern durch die Konsequenz seiner Verzweifelung und Hoffnungslosigkeit… Der Horror ist bei Philipp Stölzl auf den neuesten Stand eines David Lynch gebracht. Für die Idee, Senta in einen großen Traum fliehen zu lassen, wurde eine bildmächtige Form gefunden, die bis zuletzt neugierig macht darauf, wie der Regisseur die nächste Szene fassen wird. Das Berliner Publikum hat die Premiere mit Begeisterung aufgenommen.« (Berliner Zeitung, 30. April 2013)

    »Michael Volle ist ein Holländer, wie er im Buche steht, und bekommt dafür auch verdient den größten Applaus. Daneben glänzen aber auch Tobias Schabel als Kaufmann Daland, der seine Tochter gegen Geld verschachert; Stephan Rügamer als Erik, der in Stölzls Inszenierung nicht karikiert wird, sondern lieben darf; Peter Sonn als Steuermann, der den Südwind herbeisehnt; und Simone Schröder als Mary, die als Gouvernante den Chor der Spinnerinnen, die die Spinnweben in der Bibliothek zu beseitigen haben, anführt.« (Märkische Oderzeitung, 30. April 2013)

    »Michael Volle als Holländer ist stimmlich eine Offenbarung von gebändigter Kraft und dunkler Schönheit. Er sang – ähnlich wie Theo Adam – einen eleganten, großzügig phrasierenden Holländer mit ungeheuren Ausdrucksnuancen und hervorragender Wortbehandlung. Was er an wütender Todessehnsucht, Hoffnung und Zartheit ausschließlich per Stimme kommunizierte, war absolut glaubwürdig und traf direkt ins Herz. Ein großer Sängerdarsteller und ein Glücksfall für die Aufführung.« (The Epoch Times, 30. April 2013)