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15. November 2013

Aschenputtel

Oper von Ermanno Wolf-Ferrari für Menschen ab 6 Jahren

In der Asche sitzen und arbeiten. So hatte sich die junge Frau das Leben nicht vorgestellt. Hilflos, abhängig und von ihrer Familie unerwünscht, fing sie an zu träumen: von Partys, Freundschaft und dem Mann fürs Leben. Ihr Wille wurde immer stärker und ...

In der Asche sitzen und arbeiten. So hatte sich die junge Frau das Leben nicht vorgestellt. Hilflos, abhängig und von ihrer Familie unerwünscht, fing sie an zu träumen: von Partys, Freundschaft und dem Mann fürs Leben. Ihr Wille wurde immer stärker und irgendwann fasste sie den Mut, das zu tun, was immer verboten war. Als sie beim Tanzen einen jungen Mann kennenlernt, wird sie unsicher und flüchtet. Aber er hat sie gesehen, hat erkannt, dass sie eine besondere Fähigkeit besitzt: Sie ist ehrlich. Er sucht sie überall, und eines Tages findet er sie: in ihrer chaotischen Familie.

Das Märchen vom Aschenputtel, berühmt geworden durch die Brüder Grimm, Bechstein und Perrault, wurde von dem deutsch-italienischen Komponisten Ermanno Wolf-Ferrari um 1900 vertont. Es singen und spielen junge Sängerinnen und Sänger, Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle Berlin in einer bearbeiteten Fassung von Douglas Brown und in der Regie von Eva-Maria Weiss, die für diese Inszenierung den Studio-Preis für die »Beste Regie im Kindermusiktheater« der Götz-Friedrich-Stiftung erhalten hat.



    Mitglieder der Staatskapelle Berlin
    ca. 1:00 h | keine Pause
    Aschenputtel – Workshop zur Nachbereitung

    Mit allen Sinnen noch einmal durch die Geschichte gehen, Fragen stellen, einiges über den Theaterzauber lernen und sogar einen echten Sänger aus der Vorstellung treffen ...

    Im Anschluss an die Vormittagsvorstellungen bietet die Junge Staatsoper einen kostenlosen Workshop für Grundschulklassen an. Mit Bewegung, szenischem Spiel und Gesang können die Kinder das Erlebte reflektieren und zum Ausdruck bringen, was sie in der Aufführung besonders beschäftigt hat.

    Anmeldung:

    Besucherservice
    Tel. 030 – 20 35 42 05
    Fax 030 – 20 35 44 80
    besucherservice@staatsoper-berlin.de
    • Pressestimmen

      »Die Werkstattbühne des Schillertheaters ist voll, wenn Aschenputtel gegeben wird, um 1900 von Ermanno Wolf-Ferrari für Erwachsene komponiert, nun so geschickt auf 70 Minuten, zehn Musiker und acht Sänger reduziert, dass die überreife Spätromantik eine neue, leichte Sinnlichkeit gewinnt. Mit dem ersten gesungenen Ton sinkt der Tuschelpegel gegen null. Auch wenn das hier kein Illusionstheater ist, die Künstler zum Greifen nah sind und Aschenputtel zum Putzen blaue Plastikhandschuhe überzieht, wirkt der alte Zauber sofort. Auch vom Regietheater gestählte Erwachsene sehen sich durch die Inszenierung von Eva-Maria Weiss keineswegs in die Froschperspektive genötigt.« (DIE ZEIT, 5. Dezember 2013)

      »Die Aufführung macht sich nicht künstlich kindlich oder putzig, sondern spricht die Kinder als Erwachsene an. So ist – bei aller Unscheinbarkeit – eine der im Grunde gekonntesten, weil leichthändigsten Aufführungen des Jahres entstanden.« (RBB Kulturradio)

      »Was Eva-Maria Weiss und ihr Regieteam aus dem stark gestrafften Stück machen, ist nicht kindisch und doch kindlich, kennt große Ensembleszenen mit Liebesduett und Schlagsahne und viel heiteren Ernst. Das junge Sängerensemble wird zu Recht gefeiert. Märchenhaft.« (Der Tagesspiegel)

      »Die Geschichte wird in der flotten Inszenierung von Eva-Maria Weiss stringent erzählt. Vinzenz Weissenburger erweist sich als ein fundierter Leiter einer exzellente Kammermusikformation, angeführt vom 1. Konzertmeister der Staatskapelle, und sorgt für einen musikalisch einwandfreien, großen Genuss. Hochdramatisch sind die staatsoperngerecht besetzten Protagonisten ohne jeden Makel. Die Partie des Prinzen stellt auch in der Kurzfassung an den Tenor hohe Anforderungen, die Paul O’Neill glänzend meistert. In der Titelrolle obsiegt Hanna Herfurtner mit geschmeidigen Lyrismen und dramatischem Pep. Die bulgarische Altistin Barjana Morteewa als Stiefmutter wurde am Premierenabend nicht nur für ihre intensive Gestaltung, sondern auch für ihren 60. Geburtstag gefeiert. Der Applaus war stürmisch. Der Besuch dieser selten zu hörenden, auf Tonträgern nicht existenten Oper ist ein Muss für Freunde der Spätromantik, nicht nur für Berliner.« (Neue Musik Zeitung)

      »Ein rührendes Paar sind Paul O´Neill als Prinz und Hanna Herfurtner als Aschenputtel. Von so nah klingen die Opernstimmen doppelt so schön! Große Oper für die Kleinen. Wirklich sehenswert.« (BILD)